Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Vettweiß auf Tour
Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Vettweiß auf Tour
Wie mittlerweile seit vielen Jahren guter Brauch trafen sich Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Vettweiß am 03. Mai zu ihrem ersten gemeinsamen Ausflug in diesem Jahr. Von der Gemeindeverwaltung werden alle ehemaligen Angehörigen der Löschgruppen unserer Gemeinde angeschrieben und zu dem jeweiligen Unterfangen eingeladen.
In diesem Frühjahr sollte die Reise nach Neurath bei Grevenbroich gehen. Von allen angeschriebenen Kameradinnen und Kameraden hatten sich dann letztlich 14 ange-meldet. Bedauerlicherweise kommt es immer wieder vor, dass Kameraden verstorben sind oder infolge einer Erkrankung, dieses mal auch konkret durch eine Operation verhindert sind. Wichtig ist uns allen jedoch immer wieder auch, die Kameradschaft zu pflegen und jeden auch im Alter mitzunehmen. Alle haben viele Jahre für unsere Gemeinde Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr geleistet.
In diesem Jahr führte uns unser Ausflug zum modernsten (Kohle-)Kraftwerk in unserer Region, nach Neurath. Unser stellvertretender Wehrleiter, Stephan Uhde, dort auch beruflich bei der Werkfeuerwehr tätig, hatte uns eine Besichtigung dieses Kraftwerkes ermöglicht. Zusammen mit einem seiner dortigen Kameraden empfing er uns dann auch am Vormittag am Werkstor stilecht in Feuerwehrkleidung und dem entsprechenden Dienstwagen. Unser erster Weg führte uns zur Feuerwache. Hier wurden uns nicht nur die Fahrzeuge mit ihren betrieblich bedingten Besonderheiten, sondern auch die Räumlichkeiten, Werkstätten und Ausrüstung dieser Wache sehr ausführlich und mit großem Sachverstand vorgestellt. Hiernach ging es dann ans „Eingemachte“. Erst einmal mit der vorgeschriebenen Schutzkleidung versehen: Sicherheitsschuhe, Helm, Schutzbrille und ein ziemlich auffallender Kittel verwandelte uns schnell in eine ordentlich ge- und ausgerüstete Besuchergruppe. Zunächst ging es dann in den alten, stillgelegten Teil des Kraftwerkes. Beeindrucken die immer noch bestehende Technik, deren Größe. Im Maschinenraum, hoch über dem Bodenniveau wird einem erst einmal die Dimension einer solchen Anlage bewusst – wenn man durch die Gitterroste im Fußboden nach unten schaut. Gut für den, der schwindelfrei ist.
Hierauf noch einen draufgesetzt wurde dann bei der Besichtigung des neuen Kraftwerkes. Mit einem Fahrstuhl auf 162 m Höhe hinaufgebracht, hatte man auf dem Weg zur außen, auf dem Dach befindlichen Besucherplattform, die charmante Möglichkeit, im Treppenhaus einmal nach unten zu sehen – diese 162 m. Nicht unbedingt für jeden etwas, wie man sich vorstellen kann. Draußen, auf der Besucherplattform, hatte man einen phantastischen Überblick dafür über die gesamten Anlagen, das Umfeld, die Umgebung. Leider etwas durch das nicht ganz so gute Wetter getrübt. Hiernach hatten wir noch die Möglichkeit, einen Blick durch die Fenster der Schaltwarte zu werfen, in der die gesamte Anlage gefahren wird. Die sehr ausführlichen Erklärungen unserer beiden Kameraden der Werksfeuerwehr machten Vieles klarer und aufkommende Fragen wurden auch sogleich sehr fundiert beantwortet. Dermaßen überwältigt von dem, was wir gesehen und dann ach noch gehört hatten, verlangte es uns nach dieser intellektuellen auch nach körperlicher Stärkung.
Wieder im Umkleideraum zu den normalen Ausflugstouristen zurückverwandelt, bedankten wir uns bei den beiden Kameraden und machten uns auf dem Weg zu einem besonderen Restaurant, direkt an der Abbaukante des Braunkohlentagebaues, der auch die beiden Gemeinden Morschenich und Manheim in unserer Nähe erheblich verändert hat. In dem Restaurant Terra Nova (neue Erde) war ein Tisch für uns reserviert, an dem wir uns nach der Besichtigung bei einem guten Essen und einem kühlen Tropfen stärken konnten. An dieser Stelle sei auch der Wehrleitung unserer Gemeinde für eine Spende gedankt, mit deren Hilfe wir das sehr gute Essen auch sehr gut „rutschen“ lassen konnten. Leider war dann infolge des einsetzenden Regens eine intensivere Inaugenscheinnahme des unmittelbar vor uns liegenden Tagebaus nicht mehr möglich. Linker Hand sahen wir gerade noch so die Bagger, die unmittelbar von Manheim die oberen Deckschichten abschälten, in der Mitte, ganz tief unten, war das Kohleflöz zu erkenn, rechter Hand konnten wir die Verfüllung der Abbaugrube mittels Absetzer wieder sehen.
Alles in allem wieder einmal ein gelungener Ausflug. Gerne freuen wir uns auch wieder auf den nächsten in diesem Jahr. Wohin es gehen wird? Wir werden sehen.













